Leserbrief vom 13.2.16 in der Zürichsee-Zeitung

Im Moment sind fast 800 Millionen Menschen von Hunger betroffen, jährlich sterben 3,1 Millionen Kinder an Unterernährung, fast alle davon in Entwicklungsländer. Doch wie können wir diesen Menschen helfen? Denn dass etwas unternommen werden muss, steht für mich ausser Frage.

Einer der Ansätze zur Lösung der Hungertragödie liegt in der Stabilisierung der Nahrungsmittelpreise.  So sind es doch vielmals die kurzfristigen Preisschwankungen, die den Hunger zusätzlich anfachen. Diese Schwankungen können natürliche Ursachen haben, wie zum Beispiel Ernteausfälle. Doch zeigen verschiedenste Studien, unter anderem von der UNO, dass auch die Spekulation auf Nahrungsmittel für Preisschwankungen verantwortlich ist.

Es scheint für mich an der Zeit, dass diesem Geschäft, das sich nachweislich auf den Hunger auswirken kann, einen Riegel vorgeschoben wird. Viele Unternehmungen sehen das genauso, der AHV-Fond und die CS haben schon angekündigt, an diesem Geschäft nicht mehr teilzunehmen, ebenso sind die EU und die USA daran, der Spekulation mit Nahrungsmittel Einhalt zu gebieten.

Mit der Spekulationsstopp-Initiative, über die wir am 26. Februar abstimmen, können wir diesem verwerflichen Geschäft auch in der Schweiz ein Ende setzen, ich lege darum ein überzeugtes Ja ein.

Meine Absitmmungsempfehlungen für den 28. Februar 2016:

National:
Spekulationsstopp Inititative: JA
Durchsetzungsinititave: NEIN
Gotthardsanierung: NEINAbschaffung Ehe-Strafe: NEIN

Kantonal:
Bildungsinititative: JA
Lohndumping-Initiative: JANotariatsgesetz: NEIN
Verwaltungsrechtspflegegesetz: NEIN

 

Wie lange lassen wir das Geschäft mit dem Hunger noch zu?