Liebe Genossinnen und Genossen

Man kann nicht wählen wie und wo man geboren wird. Ich hatte das Glück, in einem reichen Land geboren zu werden. Ich durfte die Schule besuchen, ich bin in einer ganz normale Familie aufgewachsen und bin jetzt sogar am studieren. Dieses Glück haben nicht alle. Es ist ein Glück, das für mich auch immer eine Verpflichtung sich zu engagiere mit sich gebracht hat. Das hat mich dazu getrieben Sozialdemokrat zu werden und mich dafür einzusetzen, dass alle Menschen einmal so privilegiert aufwachsen können wie ich.

Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten müssen wir uns nicht verstecken, im Gegenteil. Wir müssen selbstbewusst auftreten und dürfen stolz auf uns sein. Nur vor einem Monat haben wir mit der USRIII Abstimmung bewiesen, dass wir referendumsfähig sind und das Mitgliederwachstum in unserer Partei gibt unserem klaren und linken Kurs recht. Mir dürfen uns aber auch nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Die rechte Mehrheit im Kanton Zürich ist weiterhin daran mit ihrem Abbauprogramm zentrale Dinge wie unsere Bildung und Gesundheit zusammenzukürzen oder zu privatisieren. Es ist unsere Aufgabe, da klar und deutlich eine Alternative aufzuzeigen.

Aber wirklich etwas bewegen, können wir nur, wenn wir zusammenstehen. Nur gemeinsam wird es möglich sein unsere Utopien auch Realität werden zu lassen.

Als ehemaliger Sekretär der JUSO Kanton Zürich und als Präsident einer SP Sektion an der Goldküste kenne ich nur zu gut das Spannungsfeld, das sich ergibt, wenn man in einem tiefbürgerlichen Bezirk linke Minderheitspolitik betreibt. Es ist das Spannungsfeld von Realpolitik und Visionen, zwischen Mehrheiten finden und Provokationswahlkampf. Wir dürfen uns aber nicht durch dieses Spannungsfeld auseinanderdividieren lassen. Es sind Grundwert wie Gerechtigkeit, Gleichheit und Solidarität, die uns alle hier drin verbinden.

Es sind diese Grundwert, oder vielleicht eben gerade das Fehlen von ihnen, die uns tagtäglich anspornen  eben doch an diese Standaktion zu gehen, trotzdem mit diesem SVPler an Podium zu sitzen oder eben doch das Telefon in die Hand zu nehmen. Wir prangern Verstösse gegen diese Grundwerte an. Wir kritisieren was muss kritisiert werden, auch wenn es manchmal weh tut, auch wenn es eigene Parteimitglieder betrifft, wir bleiben konsequent!

Liebe Genossinnen und Genossen, konsequent Politik zu machen war auch mein Ziel bis jetzt. Zuerst in der JUSO, dann als SP Sektions- und später als Bezirkspräsident. Und so würde ich mich au in der Geschäftsleitung der SP Kanton Zürich einbringen.

Über Eure Unterstützung dabei, würde ich mich sehr freuen.

Rede zur Kandidatur für die Geschäftsleitung der SP Kanton Zürich